CO2-Steuer – Die einzig wirksame Methode!

Ohne CO2-Steuer bekommen wir den Klimawandel nie in den Griff. Freiwillige oder technologische Lösungen können helfen, aber wenn es nicht weh tut, wirkt es nicht!

Weiter so ist nicht

Was den Klimawandel betrifft, sind wir an dem letzten Punkt angelangt, an dem ein Handeln noch möglich, aber inzwischen auch sehr schmerzhaft für alle sein wird.

Die EU und Deutschland haben präzise Zusagen gemacht. Und die Bundesregierung ist politisch in der Defensive: Nächstes Jahr sollen die Emissionen eigentlich schon um 40 Prozent niedriger liegen als 1990. Und bis 2030 um 55 Prozent.

Die deutsche Verkehrswende funktioniert nur mit CO2-Steuern, welt.de

Freiwilligkeit und technologische Lösungen sind natürlich weiterhin förderlich um das Ziel zu erreichen, aber wenn jetzt nicht alle an einem Strang ziehen geht es endgültig schief und unser Kinder und Kindeskinder löffeln die Suppe aus, die u.a. die Dieselquerulanten unserer Zeit ihnen einbrocken.

Es muss also Zwang her. Einer den die Menschen unseres Landes auch verstehen:
Es muss Geld kosten sich weiterhin als Umweltsau zu benehmen!
Und es muss jeden Geld kosten! Ausnahmslos!

Es wird unser Leben verändern. Gewohnheiten werden sich verändern müssen. Wir werden uns anders verhalten müssen. Das wird unbequem.
Trotzdem müssen wir es tun.

Viele Menschen haben das längst begriffen, aber die Masse bleibt einfach beim „weiter so“ und ist zu egoistisch und bequem etwas am eigenen Verhalten zu ändern.

Jene werden halt am meisten unter den Änderungen leiden müssen, dass ist unvermeidbar.

CO2-Steuer – wie geht das?

Die CO2-Steuer wird einfach auf alles draufgeschlagen, was CO2 verursacht.
Am einfachsten nach zu vollziehen ist das in den Bereichen Verkehr, Wärme und Strom:
Auf den Verbrauch von Kohle, Heizöl, Benzin und Gas wird ein entsprechender Aufschlag erhoben, der sich letztlich auch in den Produktpreisen, z.B. so erzeugtem Strom, niederschlägt.

Wer also nicht so viel von den Dingen verbraucht und Strom aus erneuerbaren Quellen, wie etwa der Windkraft, bezieht, spart also bares Geld.
Da wird das Windrad nebenan plötzlich zum Freund und die Bahn durchaus zur Alternative.

Nur wenn es diesen, zuerst einmal negativen, wirtschaftlichen Steuerimplus gibt, werden von Otto Dieselverbrenner bis hin zum größten Konzern alle darüber nachdenken, wie sie ihre Kosten wieder senken können, indem sie schlicht weniger verbrauchen.

Sozialer Ausgleich

Natürlich muss es einen Ausgleich geben:
Deshalb sollte man im Idealfall die CO2-Steuer komplett wieder ausschütten um die sozialen Härten, die dadurch entstehen, wieder zu glätten.
Der Bürger erhält, ob man das monatlich, im Quartal oder jährlich macht sei mal dahin gestellt, Geld vom Staat aus der CO2-Steuer.
Jeder denselben Anteil, egal wie viel er verdient oder verbraucht.

Menschen die reichlich CO2 konsumieren, zumeist die mit den höheren Einkommen, zahlen wohl immer noch drauf, kleinere Einkommen könnten sogar einen Zugewinn haben.
Letztlich sind aber genau an der Stelle alle motiviert, ihr Verhalten wirtschaftlich zu optimieren.

Verlogen

Das ist übrigens der Teil, den die Politiker und Politikerinnen unseres Landes, speziell bei der CDU/CSU, gerne verschweigen und lieber den Punkt der finanziellen Belastung durch die Steuer betonen.
Entweder sind die Herrschaften zu dumm das Prinzip, welche u.a. in Schweden ja schon funktioniert, zu verstehen oder sie versuchen uns mit Absicht und mit schweren Folgen für uns und den Planeten davon abzuhalten um weiter mit dem Auto im Stau stehen zu können.
Nach uns die Sintflut! Wortwörtlich.

Verhalten ändern

Wir kaufen uns einen Mehrwegkaffeebecher, wir halten unsere Bambuszahnbürsten in die Instagram-Story und quatschen vom Fahrrad- statt Autofahren – um dann zweimal im Jahr in den Urlaub zu fliegen. Und noch für ein langes Wochenende nach Barcelona.

Wer noch ins Flugzeug steigt, ist ein Klimasünder, Kathrin Weßling (Zeit-Online)

Für uns bedeutet das schlicht auch ein Umdenken und den Bruch mit alten Gewohnheiten:

  • Immer Auto fahren ist unwirtschaftlich.
  • Weniger oder besser gar nicht mehr Fliegen.
  • LED-Lampen statt Glühbirnen.
  • Vermeiden von unnützen Plastikprodukten.
  • Weniger Fleisch, mehr regionales.
  • Anders Urlaub machen: Z.B. Kreuzfahrten sind ebenfalls Klimakiller.
  • Weniger Konsum.

Vieles davon würde durch die CO2-Steuer ohnehin teurer werden, so dass sich das Konsum-Verhalten ohnehin anpassen würde.

Einmal in Funktion würde sie Millionen und Abermillionen verhältnismäßig kleine Alltagsentscheidungen in eine klimafreundlichere Richtung lenken.

Die Politik ist zu dämlich für den Klimaschutz, Spiegel-Online

Wenn etwas Geld kostet, meidet es der Durchschnittsbürger ja schon heute, wenn es ihm möglich ist:
So sind die größten Freiflächen der Stadt oft gebührenpflichtige Parkplätze.

Reisen nur noch für Reiche?

Gerne wird dann ins Feld geführt, dass man sich als „Normalbürger“ dann den Urlaub, gerne 2-3 mal im Jahr, nicht mehr leisten könne und das nur noch was für Reiche, die sich das leisten könnten, wäre.

Urlaub muss nicht in einer Flugreise gipfeln.
Und fliegen war früher, die Älteren wissen das, auch wesentlich teurer und ist heute nur auf Grund steuerlicher Vorteile für die Fluggesellschaften überhaupt günstig geworden.
Jedenfalls wenn man bei günstig akzeptiert, dass die Leute, die einem in den Urlaub fliegen mies bezahlt werden.

Die irische Flugesellschaft RyanAir ist seit neuestem das erste Nichtkohlekraftwerk, dass es in die Liste der 10 größten CO2-Emmittenden Europas geschafft hat. Eine Liste die alleine 7 (!) deutsche Kohlekraftwerke enthält!

Trotzdem sei jedem der Urlaub gegönnt! Er findet dann, je weiter weg, nur seltener statt.
Keiner schafft sowas ab.
Es geht dabei auch nicht darum, dass das verhindert, das man als Urlauber andere Kulturen kennenlernen könne, denn dass ist beim Löwenanteil aller Reisen gar kein Thema!

Sich etwas „leisten“ zu können heißt nicht, dass es eben auch das richtige Verhalten ist, es ist eher eine egoistische Perspektive.
Auch in Deutschland gibt es mehr als genug Menschen, die sich ein Auto nicht „leisten“ können und auch immer mehr, die es könnten, aber nicht tun.
Darüber regt sich aber niemand auf.

Verkehrswende

Ein Punkt von vielen darin ist eben auch die Verkehrswende, mit der sich flott Einsparungen im CO2-Bereich erzielen lassen, da in diesem Sektor die Autos und ihre schiere Größe die Effizienz-Gewinne wieder auffressen und es sogar durch mehr Neuzulassungen zu Steigerungen kam.

Der Benzin-Verbrenner ist eine scheußlich ineffiziente Methode um Dinge oder Menschen durch die Gegend zu karren.
Ds braucht es massive Förderung des ÖPNV und des Güter- und Fernverkehrs und alternativer Fortbewegungsarten, also in den Städten durchaus auch das Radfahren.

Eine Verkehrswende in dieser Richtung nutzt den Kassen von Staat und Gemeinden noch in anderer Hinsicht, denn der Autoverkehr ist nicht nur in Hinsicht auf die Umweltfaktoren ein Problem, sondern hinsichtlich der Kosten, die er der Allgemeinheit aufbürdet, ohne das diese durch Einnahmen gedeckt wären.

In Norwegen wird auf den Verkauf von Verbrennern auch eine 25%ige Steuer erhoben, die dazu führt, dass das Elektro-Auto plötzlich attraktiv erscheint.

Fazit

Es wird uns alle schmerzen und wir müssen unser Verhalten definitiv verändern, wenn wir und unsere Nachfahren hier weiter leben wollen.

Neben der globalen Sicht beginnt das Ganze eben auch bei uns selbst:
Obwohl ich mir, als Stadtrandbewohner, vermutlich auch ein Auto „leisten“ könnte, habe ich keins und bin weder verhungert noch verdurstet, auch wenn ich weniger Fleisch als früher esse.

Ich reise mit dem Zug, auch weil mich ferne, warme Ziele ohnehin nicht interessieren, ansonsten nutze ich das Fahrrad und den ÖPNV in verschiedensten Kombinationen.
Der Strom kommt aus erneuerbaren Energien und natürlich wird der Müll getrennt.

Vermutlich könnte man noch mehr optimieren, aber niemand ist von Anfang an perfekt. doch jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Anmerkung

Und bevor es wieder in allen Kommentaren steht:

  • Das Auto soll nicht abgeschafft werden. Wir brauchen aber nicht so viele und die können klüger verwendet werden.
  • Alle Menschen mit echten Einschränkungen, das sind weit aus die wenigsten Verkehrsteilnehmer, die ein Auto benötigen sollen das auch weiter nutzen. Aber auch da kann es ja irgendwann noch bessere Lösungen geben…
  • Der Bus kommt pünktlicher, wenn weniger Autos in der Stadt fahren, weil er dann nicht im Stau des Individualverkehrs steckt. Und Ausbau des ÖPNV ist Ehrensache.
  • Der Lieferverkehr macht bis zu 25% des Verkehrs in Spitzenzeiten aus. Die würden sich furchtbar freuen, wenn von den 75% Einzel-Automobilisten mal 40% nicht auf der Straße wären. Es gäbe dann auch weniger „Parkdruck“.
  • Radfahrer fahren bei Rot und Autofahrer auch. Unabhängig ob einer einen Führerschein hat und der andere nicht.
  • Gemüse schmeckt auch.
  • Reisen ist ungleich Fliegen.

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

2 Gedanken zu „CO2-Steuer – Die einzig wirksame Methode!

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