Bogota: Vom Auto zum Fahrrad

Autofreie Sonntage und weniger Spuren für den Autoverkehr. „Pico y Placa“-Fahrverbote. Eine Stadt wandelt sich.

Gerade oder ungerade?

Wer täglich zur Arbeit in die Innenstadt fahren kann, gehört in Bogota zu den vermögenden, denn nur die können sich gleich zwei Autos leisten…

Denn in Bogota gilt schon länger die „Pico y Placa“, ein Fahrverbot in der morgendlichen und abendlichen Rushour, in der entweder nur Autos mit einer geraden oder einer ungeraden letzten Nummer im Kennzeichen fahren dürfen.

Luftverschmutzung

Eingeführt wurde das wegen der hohen Luftverschmutzung, die durch die vielen Staus der „Stadt mit den meisten Staus“ entstanden ist.

Dazu gibt es in Bogota den autofreien Sonntag „Ciclovia“ (Radweg), der sich großer Beliebtheit erfolgt und Millionen Menschen animiert, sich auf den Straßen tatsächlich zu bewegen!
Das kann man sich in Berlin so gar nicht vorstellen, denn schon mit den Worten „autofreier Sonntag“ bringt man hier Lynchmobs auf die Straße!

Die Folgen

In Bogota gibt es einen Boom bei den Fahrradgeschäften und bei Raubüberfällen, bei denen das Fahrrad und nicht die Geldbörse das ziel war, sind schon mehrere Menschen ermordet worden.

Durch die vielen Sonntags-Sportler steigt auch der Bedarf an Getränken und auch von Reparaturen, der vorwiegend durch fliegende Händler befriedigt wird.

Ebenso kehrt das Marktleben zurück in die Stadt, denn Radfahrer können eben auch spontan mal anhalten und sich Dinge ansehen, die ihnen gefallen.

Bewegung für die Bürger, bessere Luft, neue Wirtschaftszweige… das sind die Folgen in Bogota!

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

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