E-Bikes und Umwelt

Natürlich: Auch ein Elektrofahrrad wird hergestellt und verbraucht später Strom. Wie verträgt sich das mit der Umwelt?

Herstellungskosten

Wie bei jedem Produkt, produziert auch die Herstellung eines E-Bikes CO2.
Am schlimmsten auch hier natürlich der Akku, der mit 55-75 kg je Kilowattstunde zu Buche schlägt.

Wie bei jedem Produkt stellt sich also die Frage, wie es eingesetzt wird, wie nachhaltig es verwendet wird und wie viel CO2 es weiterhin verbrauchen wird. Muss man es unbedingt haben?

Rohstoffe

Dazu kommt die Umweltbilanz der verwendeten Rohstoffe bis hin zu der Frage ob der betreffende Rohstoff überhaupt in genügender Menge verfügbar ist.

E-Bike-Akkus sind in der Regel Lithium-Ionen-Akkus, die entsprechend Lithium als Rohstoff benötigen.
Lithium an sich, soweit scheinen die Experten einig, ist in genügender Menge vorhanden, jedoch fügt die Gewinnung der Umwelt in den Abbau-Gebieten derzeit schwere Schäden zu.

Deshalb ist es wichtig weiter an Alternativen, besseren Gewinnungsmethoden und vor allem dem Recycling alter Akkus zu forschen um langfristig zu einer nachhaltigeren Nutzung von Lithium zu kommen.

Das gilt natürlich auch für die E-Autos, die noch größere Akkus benötigen als E-Bikes. Hier teilt man sich ein gemeinsames Problem.

Verwendung

Bei der Verwendung eines E-Bikes fängt dieses an seinen Nutzen auch in der CO2-Bilanz zu zeigen:
Ersetzt ein E-Bike ein Auto fährt man schon ab einer Nutzungsdauer von nur 165 Stunden auf der positiven Seite der Umweltbilanz, noch schneller wenn es mit Öko-Strom „betankt“ wird.
Ab dann spart man CO2 gegenüber dem Auto ein.

Logischerweise gibt es kein CO2-Einsparpotential, wenn man das E-Bike statt eines anderen Fahrrades verwendet oder nun nicht mehr zu Fuß geht.
Doch das gilt für den Auto-Kauf ja ebenso.

Wenn man also kein Auto besitzt und sich stattdessen lieber ein E-Bike kauft, verursacht man aber allemal weniger CO2 als beim Autokauf und fügt, bei der Verwendung von Ökostrom, dieser Fußspur nicht noch stetig etwas hinzu bei der Nutzung des Rades.

In meinem Fall fahre ich ein „Bio“-Bike und seit dieser Saison auch ein E-Bike. Letzteres ist das Zugeständnis an die Kombination aus wachsendem Alter, weitem Arbeitsweg und den im früheren Berufsleben erworbenen Zipperlein:
Mit dem Bio-Bike schaffe ich es einfach nicht mehr täglich zur Arbeit zu radeln.

Das E-Bike erhöht hier meine Reichweite auf der „Fernstrecke“, während ich das Bio-Bike für den Einkauf und die Fahrt „um die Ecke“ benutze und sich daher derzeit die Frage stellt, ob ich in den Sommermonaten überhaupt noch eine ÖPNV-Monatsmarke benötige.

Es ersetzt hier also den modalen Wechsel auf ein anderes Verkehrsmittel, welches dann immer noch schlechter in der CO2-Bilanz wäre, als das E-Bike.

Der Gedanke an irgendeine Nutzung eines Automobils war zwar auch vorher eher nicht präsent, ist aber nun völlig aus den Überlegungen verschwunden. Das braucht man definitiv nicht als Berliner…

Nachhaltigkeit

Das E-Bike könnte seinen Nutzen und seine Nachhaltigkeit noch vergrößern, wenn man es in Sharing-Modellen nutzt, also auf eigenen Besitz verzichtet.
Weniger Konsum ist natürlich immer gut für die Umwelt.

Doch auch im eigenem Besitz kann man bei stetiger Nutzung von Öko-Strom zum Beladen des Akkus seinen fortan CO2-Neutralen Beitrag in der Mobilität leisten.

Durch den relativ hohen Preise eines guten E-Bikes ist zumindest die langjährige Nutzung bei den meisten wohl sichergestellt, da kauft man nicht eben alle zwei Jahre mal ein neues bloß weil die Klingel hübscher ist.

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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