Umwelt- und Fußgänger-Ängste vor Rad-Schnellwegen

Jetzt wo sie endlich geplant werden, fällt einigen auf, das Rad-Schnellwege ja irgendwie doch kleine Straßen sind, und protestieren.

Radschnellwege

Radschnellwege haben den Sinn un Zweck Menschen die außerhalb des S-Bahn-Rings der Stadt leben und Menschen die im Speckgürtel ansässig geworden sind, schnell, sicher und direkt mit dem Rad in die Stadt zu führen. Am besten ohne auf eine Ampel zu treffen.

Wenn dies über das herkömmliche Straßennetz möglich wäre, würde wohl niemand über solche Wege nachdenken. Daher sind die Ideen von FUSS e.V. und Umweltverbänden, die Trassenführung lieber über eine Straße zu führen, sicher ehrenwert gemeint, aber eine Autobahn verfolgt ja letztlich auch keinen Zick-Zack-Kurs.

Radwege führen durch Grünanlagen

Ebenfalls nichts neues sind Radwege, die durch Grünanlagen führen und Wege in Grünanlagen die längst als eine Art Radschnellweg benutzt werden.

Als Beispiel hier z.B. der Radweg Berlin-Usedom, dessen offizielle Trasse in Berlin längst durch Parks und Uferpromenaden führt und der Weg am Teltow-Kanal entlang, den ich, als ich dort noch ansässig war, schon vor Jahrzehnten als bessere Radlösung als die Straßen zwischen Teltow und Steglitz oder Schöneberg benutzt habe.

Das sich das jetzt manifestiert, ist also nur logisch.
Mit dem dann auch steigenden Radverkehrsanteil eröffnen sich dann auch sicherlich noch mehr Möglichkeiten an anderer Stelle wieder Platz durch Verkehrsrückbau zu Gunsten von Grün und Landschaft zu gewinnen, wie etwa dem Rückbau unnützer Autobahnen.

Übrigens ist auch ein Gehweg immer ein Eingriff in das bestehende Biotop, welches darunter begraben wird.

Schwer zu überqueren

Ein Radschnellweg ist natürlich kein Fußweg, aber der Vorwurf, dass er , wenn er benutzt wird, dann möglicherweise schwer zu überqueren sei, trifft wohl auf beinahe jede Hauptverkehrsstraße der Stadt zu.

Das etwa am Teltowkanal entlang aber nun auch den ganzen Tag „Rush-Hour“ auf dem Radschnellweg zu erwarten ist, glaube ich eher nicht.
An vielen Straßen hat man mal den einen Moment erwischt, an dem man gerade nicht drüber kommt, aber nirgends ist das dauerhaft.

Wenn es weiterhilft, können die Fußwege neben dem Radschnellweg gerne ohne Asphalt auskommen.
Das würde die Radfahrenden sehr sicher auf die Piste disziplinieren, aber schon Bald hätten wir dann Leute mit Kinderwagen, Skateboards u.ä. auf dem Radweg.

Eine klare Trennung ist also geboten und dann haben wir alle Ruhe.
Zudem könnten besonders publikumsreiche Querungen ja durchaus auch mit Zebrastreifen oder anderen geeigneten Methoden sichtbar gemacht werden, um regulierend einzugreifen.

Fazit

Aus meiner Sicht sollte sich jeder Widerstand am unnützen Neubau von Straßen ausrichten, denn wir wollen und müssen weg vom ausgeuferten Autoverkehr!

Das für Rad- und Gehwege auch mal ein Stück Wiese geopfert werden muss ist kaum zu vermeiden. Ein Weg durch ein Schutzgebiet oder Naturschutzgebiet, ob nun asphaltiert oder nicht, ist letztlich auch nichts ungewöhnliches in der Stadt und es können flankierend dazu weitere Maßnahmen ergriffen werden, um das restliche Gebiet vor Einflüssen durch den Weg an sich zu schützen.

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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