Klimaschutz gilt nicht in den Ferien

Ob nun FridaysForFuture-Aktivist oder oder überzeugter SUV-Kommandant: Was den Urlaub anbetrifft, ist allen Klima- oder Umweltschutz gleich egal…

Zu Hause top…

Während viele Menschen im alltäglichen Leben durchaus nicht nur bereit sind etwas zum Klima- und Umweltschutz beizutragen, sondern es auch in den verschiedensten Formen tun, ist es für den Urlaub oft keine Option.

Dabei geht es nicht unbedingt um den Verzicht auf Erholung und den temporären Ortswechsel, sondern zuerst einmal um die Wahl des Verkehrsmittels dorthin.

Meine Hochachtung an alle, die ihr Ziel mit dem Zug, dem Fahrrad oder wenigstens mit vielen zusammen in einem Bus ansteuern, denn so halten sie diesen Teil ihres CO2-Abdrucks immerhin kleiner als den der meisten Urlauber, die zielstrebig im Ferienflieger oder dem eigenen Auto unterwegs sind.

Im Urlaub Flop…

Wenn es um das bevorzugte Transportmittel für den Weg in den Urlaub geht, haben die Deutschen eine klare Tendenz: 55 Prozent der Reisenden nehmen das Auto. Nur 16 Prozent nutzen die Bahn, sieben Prozent einen Fernbus.

CO2-Bilanz spielt für den Sommerurlaub kaum eine Rolle

Die irische Flugesellschaft RyanAir ist seit neuestem das erste Nichtkohlekraftwerk, dass es in die Liste der 10 größten CO2-Emmittenden Europas geschafft hat. Eine Liste die alleine 7 (!) deutsche Kohlekraftwerke enthält!

Mit Freiwilligkeit erreichen wir also außer unserem Aussterben nichts, es muss eben doch eine CO2-Steuer her und vor allem eine auf Flugbenzin!

Es muss Geld kosten sich weiterhin als Umweltsau zu benehmen!
Und es muss jeden Geld kosten! Ausnahmslos!

CO2-Steuer – Die einzig wirksame Methode!, Berlin, Fahrrad-City

Gleichzeitig müssen die 19% Mehrwertsteuer auf Bahntickets weg, dass ist ein sehr einfaches Mittel um die Bahnticktes günstiger zu machen.

Österreich sperrt Straßen

In Österreich hat man Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung ergriffen und verbietet die Umfahrung der Autobahnen, die in Österreich mautpflichtig sind.
Im Gegensatz zur gescheiterten deutschen Maut wird diese aber von allen Nutzern gleichermaßen eingetrieben und ist damit EU-konform.

Damit will man Verkehr und Luftverschmutzung aus den Ortschaften entlang der Landstraßen herausdrängen, die von geizigen Autofahrenden sonst als Umfahrung genutzt werden.

Umweltschäden in den Urlaubsländern

Ist man dann endlich irgendwie angekommen, sorgen die Urlauber in den Urlaubsländern für Umweltschäden direkt vor Ort:

Sie produzieren Müll, verbrauchen knappe Ressourcen wie z.B. Wasser und sieht sich dabei noch als „Held“, weil man ja Geld in ein armes Land brächte, „die Leben ja davon“.

Das der häufig billige Pauschalurlaub nur deshalb so billig sein kann, weil die Arbeitskräfte vor Ort alles andere als fair bezahlt/behandelt werden, ist einem in bester Kolonialisten-Manier egal… erst Recht welche schönen Landschaften und Öko-Systeme für die tolle Ferienanlage plattgewalzt wurden.

Und am Ende findet man irgendwo auf dem „authentischen“ Souvenir den Stempel „Made in China“.

Oft kennen Menschen die exotischsten Gegenden zum Delphinschwimmen, wissen aber nichts von der Existenz des Ponyhofs um die Ecke.

Ohne CO2-Steuer alles für die Katz!

Ohne eine echte Lenkung, die sicherlich auch mit Frust verbunden ist, funktioniert unsere Welt also nicht.

All die Argumente und Techniken, die unsere Entwicklungshelfer rund um die Erde nutzen um in den armen Ländern nicht nur Entwicklung sondern nachhaltige Entwicklung zu etablieren, sind für die Katz, wenn das in den sogenannten „entwickelten Ländern“ nicht mindestens auch so gemacht wird.

Da helfen auch keine drastischen Bilder… wir müssen was tun!

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

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