Sonntagstraße – Autos raus, Platz für die Tram!

Verkehrswende gerne, aber nicht in meiner Straße! Nur so lassen sich die Argumente der Anwohner gegen eine Tramlinie verstehen.

Angst um den Parkplatz

Die Argumente der Anwohner gegen eine Verkehrsanbindung des Bahnhofs Ostkreuz durch eine neue Trassenführung durch die Sonntagstraße sind die üblichen Argumente von Anwohnern bei Änderungen im Umfeld:

Es sei doch ein Wohngebiet und der Lärm der Fahrgeräusche der Tram sei doch störend, hört man da.
Autogeräusche schein hier niemanden zu interessieren, die fahren da ja auch Tag und Nacht und die Tatsache, dass die Sonntagstraße zum größten Teil ja auch eine Amüsiermeile ist, wird auch verschwiegen.

Radfahrende müssten in der engen Straße ja dann über die Gleise fahren und wie solle das mit dem Lieferverkehr funktionieren ist das nächste Argument. Und da sind wir dann der Ursache des Widerstands wohl am nächsten: Angst um den Parkplatz vor der Tür, der dort ohnehin nur schwierig zu erhaschen ist!

Nimmt man einfach mindestens eine Spur parkender Autos aus der Straße ist wieder Platz. Ersetzt man die Parkstreifen durch Radwege, die von temporären Lieferzonen unterbrochen werden, müsste auch niemand in unzumutbarer Weise über Gleise hoppeln.
Gleichzeitig wäre der Lärm des Autoverkehrs verschwunden und die Lebensqualität im Viertel würde sogar ansteigen…

Aber das bedeutet eben keine Parkplätze mehr vor der Tür…
Genau. Das nennt sich Verkehrswende.

Weg von kostenloser Nutzung öffentlichen Raums für wenige Autofahrende hin zur Nutzung durch den Verkehrsverbund aus ÖPNV, Fußgängern und Radfahrenden.
Wenn dann noch Platz ist, darf auch ein Auto durchfahren…

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.





%d Bloggern gefällt das: