StVO,Radparkplätze und Schrotträder

Wir kennen das alle: Da will man nur mal kurz was holen und immer dann ist weit und breit keine sichere Parkmöglichkeit da. Neu bauen darf man aber nur mit genügend Auto-Parkplätzen…

Ärger vor der Tür

Für mich geht der Ärger meist schon vor der Haustür los: 4 Häuser teilen sich 6 Radbügel. Es gibt zwar noch ein paar neben den Mülltonnen zwischen Tiefgarageneinfahrt und dem Hausgiebel, die aber keiner benutzt, weil man sein Rad dort nicht sieht und jeder Hauseingang „meilenweit“ davon entfernt liegt.

Komme ich also von der Arbeit nach Hause und will noch mit dem Anhänger weiter zum Einkaufen, finde ich oft keine freie Gelegenheit um mein Rad mal für ein paar Minuten anzuketten.

An den Radbügeln stehen die Räder von Schülern und eben jene, die „auch mal Rad fahren“… so gefühlt ein bis zweimal im Monat/Jahr.
So einige Räder sind erkennbar Tage und Wochen nicht wirklich bewegt worden, den Besitzern aber offenbar so egal, dass sie sie nicht dem Fahrradkeller zuführen möchten um sie nicht vor sich hin rosten zu lassen.

Es sind also dann folglich die Alltagsradler der Siedlung, die jeden verdammten Tag ihre Räder treppauf und treppab bewegen müssen und sich dann auch noch morgens/abends von in ihrer „Ruhe“ gestörten Autofahrern ansülzen lassen müssen, wenn man morgens mal gegen das Treppengeländer stößt.

Unterwegs nicht besser

Auch unterwegs ist das letztlich nicht besser, weshalb es eine wirklich gute Idee ist, dass man sich in Mitte Gedanken zur Entfernung der „Schrotträder“ und Langzeitparker zu entfernen und somit wieder Platz für jene zu schaffen, die den Radbügel auch wirklich brauchen.

Die Markierungsmethode mit einer Banderole ist da eine wirklich gute Idee und hat sogar darüber nachgedacht, wie der Schaden ersetzt werden kann, wenn man doch mal unberechtigt ein Schloss geknackt hat.

Das was davon noch brauchbar ist, soll ein sozialer Träger aufmöbeln und wieder einer Verwendung zuführen, es wird also auch nicht unnütz Müll produziert.

StVO-Novelle

Wichtig sind genügend sichere Abstellmöglichkeiten ohnehin an vielen Stellen der Stadt, denn der „Verkehrsminister“ will ja, gut getarnt in einer angeblich tollen Gesetzesnovelle, das Parken von Fahrrädern am rechten Fahrbahnrand verbieten lassen, womit Räder mit Anhänger oder Lastenräder dann eben nicht auch einfach einen Parkplatz nutzen können, sondern, wie alle auf dem Gehweg parken müssen.

Wichtiger wäre gewesen womöglich Parkhausbetreibern und Shopping-Malls mal, je nach Größe, zu verpflichten 200 und mehr Radparkplätze zu schaffen, die dann ruhig einen Euro oder auch 5 am Tag kosten dürfen…

Große Wohnsiedlungen kann man nur errichten, wenn man genug Parkplätze für Autos zur Verfügung stellt, aber ohne sich Gedanken über Radparkplätze zu machen.

Das wäre so mein Regelungsbedarf, aber Maut-Andi hat da eben andere Prioritäten…

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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