U-Bahn: Neue Linien im Norden?

Grundsätzlich ist die U-Bahn ein tolles Verkehrsmittel. Aber eben auch ein sehr teures und eins mit langer Bauzeit. Allerdings geht es mit den Tramlinien auch nur schleppend voran.

Mangelwirtschaft

Planer für Verkehrsprojekte sind offenbar Mangelware oder lehnen den Behördenjob wegen der Bezahlung ab und auch die Bauwirtschaft ist am oberen Ende der Kapazitätsgrenze angelangt.
Schon kleinere Projekte bei der Planung von Tram-Linien dauern gefühlt ewig und verzögern sich immer wieder.

Mit Recht heißt es da also unter anderem auch bei den Linken und den Grünen: Wie sollte man da jetzt noch zusätzlich Großprojekte wie den U-Bahn-Bau in Angriff nehmen können?

U-Bahn auch eine Lösung

Natürlich: Die U-Bahn ist eine gute Lösung, wenn viele Menschen schnell transportiert werden sollen.
Es macht Sinn zu überlegen, bei Großprojekten wie etwa in Karow, Buch oder Blankenburg, ob eine U-Bahn nicht sinnvoll wäre.

Für mich macht das zunächst bei der Idee einer U10 vom Alexanderplatz über Weißensee bis nach Buch sogar sehr viel Sinn, denn dort fehlt eine schnelle Alternative definitv, wenn man gleichzeitig die S75 nach Blankenfelde verlängert.

Verkehrspläne im Berliner Norden
Verkehrspläne im Berliner Norden, Grafik: Berliner Morgenpost

Keine Lösung für Verkehrsprobleme

Keine Lösung ist ein U-Bahn-Bau, der Probleme des motorisierten Individualverkehrs lösen soll, wie etwa die Idee der Verlängerung der U2 von S/U-Pankow bis Pankow-Kirche (ca. 350 m Fußweg) oder der U8 vom U-Bahnhof Wittenau bis zum Märkischen Zentrum im Märkischen Viertel (1300 m).

Der öffentliche Nahverkehr scheitert dort eben nur durch die Staus, die eine andere, weitgehend unregulierte Verkehrsart verursacht, ohne die keiner dort auf die Idee käme eine U-Bahn zu bauen.

Zudem schafft ein U-Bahn-Bau auf Jahre dann gerade dort wieder mehr Verkhersprobleme als er lösen würde.
Pankow-Kirche wäre eh nur ein Thema, wenn man gleich weiter in Richtung Blankenburger Süden bauen würde.

Der Lückenschluss zwischen Krumme Lanke und der S-Bahn am Mexikoplatz hat dagegen doch deutlich mehr Potential, würde hier dach auch ein neuer Umsteigspunkt aus dem Umland in die Innenstadt geschaffen.

Kurzfristiger Bedarf

Kurzfristig hilft jedoch nur eine Tram, die sich schnell bauen ließe, wenn…, ja wenn die Planung eben nicht so ewig dauern würde.

Dazu dann bitte gerne noch U-Bahn-Linien, die das Verkehrsangebot sinnvol ergänzen und nicht nur „dem Verkehr“ die Busse ersparen sollen…

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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