Veranstaltungen: Union mag Verkehrschaos.

Union ist erstklassig angekommen in der Bundesliga. Nur im Umfeld hapert es noch immer und Union-Spiele lösen stets Verkehrschaos in Köpenick aus.

Kein ÖPNV-Ticketaufschlag

Ein Teil der Ursache ist sicherlich auch darin zu finden, dass es keine Sonderfahrten der Tram zur alten Försterei gibt und die dort durchaus geplante Wendestelle für solche Einsätze hat keine besondere Priorität bei der BVG, denn der Verein möchte keinen ÖPNV-Aufschlag auf seine Tickets erheben:

Ein VBB-Ticket würde zu einer spürbaren Verteuerung unserer überwiegend sehr preisgünstigen Eintrittskarten führen.

Union-Sprecher Christian Arbeit

Diese Behauptung, gepaart mit der Aussage, dass die meisten Fahrgäste bereits über ein VBB-Ticket verfügten und so doppelt zahlten, ist schon eine Ewigkeit ein hanebüchenes Argument.

Hertha macht es

Auch bei der westlichen Konkurrenz gibt es diesen Aufschlag seit langem und das hat wohl noch niemandem vom Stadionbesuch abgehalten.

Ein Wirtschaftsunternehmen, wie es ein Erstliga-Verein ja nun mal ist, kann dazu ja auch selbst beitragen, das „teurere“ Ticket wieder attraktiver zu machen:
Ein Sponsor, der die zusätzlichen Kosten trägt, profitierte ganz sicherlich von der guten Sache, die er da unterstützt, dass ist letztlich sogar für den Verein werbewirksam.

Sonderfahrten kosten Geld

Der VBB ist natürlich für die öffentliche Daseinsvorsorge zuständig und muss Verkehrsverbindngen anbieten. Auch zu Sport- und Kulturveranstaltungen natürlich.
Und es gibt ja auch Verkehrsverbindungen dorthin, die regelmässig bedient werden.

Um zahlende Kunden zu einem Unternehmen oder seinen Veranstaltungen zu transportieren, gibt es aber keine besondere zusätzliche Pflicht die diese Daseinsvorsorge beträfe.
Und natürlich kosten Fahrer und Fahrzeuge im Betrieb Geld.

Ich halte es daher auch für das Mindeste, dass man bei Union auch endlich umdenkt und auch ihren 36% Autofahrenden damit ein attraktives Angebot macht, mal ab und an kein Auto zu nutzen.
Den Union-Fans unter den BVG-Angestellten wird damit auch mal zeigt, dass ihrer Arbeit gewertschätzt wird.

Ein Lob zum Schluss

Beiden Clubs ist es aber immerhin schon mal positiv anzurechnen, das die meisten Gäste vernünftigerweise schon jetzt den ÖPNV benutzen, dass sei hier nochmals deutlich erwähnt!

Gerade auch für den Radverkehrsanteil gibt es aber bei vielen Veranstaltern (auch außerhalb des Fußballs) noch deutliche Luft nach oben…

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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