Frohe (Fahrrad-)Weihnachten!

Natürlich: Auch von uns kommen frohe Weihnachtswünsche, auch wenn unser Wunschzettel noch ganz schön lang ist und im wesentlichen zu diesem Weihnachtsfest unerfüllt bleibt.

Noch immer nix zu sehen

Im Stadtgebiet ist noch immer sehr wenig zu sehen von einer Verkehrswende, neue Radwege lassen sich noch mit zwei Händen abzählen und flächendeckend wird im Stadtgebiet ungeniert und überall falsch geparkt.

Nirgends fährt eine neue Tramlinie, kein neuer Regionalzug ist auf einem neuen Gleis und nichts wirksames zum Schutz der Menschen vor dem Verkehr auf den Straßen ist geschehen:
Es sterben noch immer Menschen im Zeichen des fließenden Verkehrs!

Zahlen der Änderung

Doch trotzdem zeigen es die Zahlen der Fahrradzählstellen deutlich an, dass sich die Berliner das Radfahren nicht mehr durch den Autoverkehr verbieten lassen, trotzdem die Zahlen gegenüber dem Vorjahr gesunken sind und wohl auch nicht bis zum Jahresende noch an das Vorjahresergebnis anknüpfen können.

Dennoch sind inzwischen mehr Menschen auch das ganze Jahr über auf dem Rad zu finden und die Anlage der Radzählstellen im Stadtgebiet gibt auch nicht jene Radler wieder, die, wie ich selbst zum Beispiel, häufig auf dem Weg zur Arbeit nicht mal an einer Radzählstelle vorbeikommen, obwohl ich mich werktags rund 40 km täglich durch die Stadt schlängele.

Lastenradförderung

Und wo ist eigentlich die Lastenradförderung geblieben?
Autofahrende bekommen massive Zuschüsse für die Anschaffung neuer Automobile, aber die umweltfreundliche Umrüstung zum Lastenrad wird nicht mehr gefördert.

Es gibt nicht eine einzige Maßnahme, die das Verhalten aller Bürger belohnt, die täglich mit dem ÖPNV unterwegs sind, kein Auto haben, mit dem Rad fahren, zu Fuß gehen etc.
Wer sich umweltfreundlich verhält wird weder in Deutschland noch in Berlin politisch wirklich wertgeschätzt.

Dagegen ist es immer noch allgemeine akzeptiert Plastikmüll in Papiertonnen zu werfen und sein Auto mal eben quer über den Gehweg und den grünen Randstreifen vor der Bäckerei zu parken um 4 Brötchen und einen CoffeeToGo mit seinem 2,5-Tonnen-Auto abzuholen.

Es wird Zeit

Es wird Zeit, dass die Bürger der Stadt und des Landes schon bald in den nächsten Monaten deutlich konkreteres zu sehen und zu hören bekommen als „der Verkehr muss fließen“ und „aber die Wirtschaft…“!

Es wird Zeit, dass Falschparkende regelmäßig abgeschleppt werden, Fahrradstraßen auch echte Fahrradstraßen werden und die Zahl der autofreien Zonen in der Stadt explodiert.

Es wird Zeit, dass bei jeder Straßensanierung automatisch ein Radweg gebaut wird, sofern er noch nicht vorhanden ist.

Es wird Zeit, dass der ÖPNV und gewerbliche Fahrzeuge gegenüber dem MIV (Motorisierter Individualverkehr) Vorrang erhalten und das private Autofahren in der Stadt spürbar teurer wird.

Es wird Zeit, dass Berlins Polizei in die Lage versetzt wird die Einhaltung der StVO auch im Bereich der „Ordnungswidrigkeiten“ flächendeckend und im für die Verkehrserziehung erforderlichen Rahmen durchzuführen.

Es wird Zeit, dass wer sein Geld mit der Benutzung öffentlicher Straßenanlagen verdient, dafür auch Gebühren entrichten muss (Car-Sharing, E-Scooter, Leihräder etc.)

Es wird Zeit, dass Bagger, LKW, Lieferfahrzeuge der Firmen aus den Wohnsiedlungen verschwinden und auf Firmengelände geparkt werden.

und und und und….

Fröhliche Weihnachten!

Wenn von all dem mal irgendwas tatsächlich passiert, dann fallen im nächsten Jahr die Weihnachtsgrüße auch wesentlich weihnachtlicher aus… versprochen!

Jetzt wünsche ich aber allen Lesern und Unterstützern eine ruhige, unfallfreie und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020!

Bleibt uns gewogen und seht wieder auf unseren Seiten vorbei!

Vielen Dank!

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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