Verkehrswende: Weg mit der Pendlerpauschale!

So richtig geht es nicht voran mit der Verkehrswende: Wie sollte es auch? Autofahrende erhalten noch immer eine Pendlerpauschale anstatt einer Steuererhöhung!

Radfahren belohnen

Machen wir uns nichts vor: Ein Wandel zum besseren erreicht man nur, wenn es im Geldbeutel zwickt und es lohnender ist, sich richtig zu verhalten statt dem bequemen Egoismus zu frönen.

Jetzt mal ehrlich: Was müsste man Ihnen zahlen, damit Sie nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren, sondern mit dem Fahrrad? 50 Euro im Monat? 100? Ich meine das ernst. Sie bekommen die Kohle steuerfrei überwiesen. Nennen Sie eine Summe. Jeder hat doch seinen Preis.

Drahtesel? Goldesel! , Spiegel.de

In anderen Ländern ist das durchaus schon Realität, während in Deutschland Autofahrende noch immer für ihr schädliches Verhalten subventioniert werden.

In Belgien werden dagegen schon seit 1990 Radfahrende mit einer steuerfreien Prämie belohnt und die Zahl der Empfänger dieser Förderung steigt dort stetig. Zuletzt bekamen 15% aller Arbeitnehmer die Prämie

Mythos KFZ-Steuer

Die Autofahrenden umgeben sich immer mit dem Helden-Mythos der „KFZ-Steuer“ mit der sie ja für die Infrastruktur bezahlen würden und ignorieren, dass schon auf Bundesebene die Ausgaben für Instandhaltung und Neubau höher sind, als die Steuer einspielt.

Autofahrer erbrächten einen Steueranteil von rund 50 Milliarden Euro aus der KFZ-, Energie- und Mehrwertsteuer, so eine Studie der TU Dresden.

Dem gegenüber stehen Kosten von 90 Milliarden Euro, wenn man die externen Kosten des Autofahrens auch berücksichtigt:

Von den Verkehrsnutzern würden große Teile der Kosten durch Lärmemissionen, Luftschadstoffemissionen, Treibhausgasemissionen und sonstige Kostenfaktoren nicht abgedeckt. Unfallkosten würden zwar durch Versicherungen abgedeckt, aber einen Teil der Unfallkosten zahle die Gesellschaft wie etwa Ausgaben für Polizei und die Verwaltung von Infrastrukturen, Krankenhauskosten und Kosten des öffentlichen Gesundheitswesens.

Autofahrer verursachen höhere Kosten als sie Abgaben zahlen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gewinn für die Gesellschaft

Der Gewinn, den die Gesellschaft durch eine gezielte Föderung des Radfahrens erzielt ist enorm:
Durch Bewegung gesundere Bürger werden nicht so oft krank und belasten so Kassen und Wirtschaft weniger.

Weniger Autofahrten bedeuten eine CO2-Einsparung, die sich in absoluten Zahlen messen lässt und sofort wirksam ist.

Weniger Verkehr in den Städten macht diese lebenswerter und erhöhter Radverkehr führt zu größeren Umsätzen in den Innenstädten.

DIE ANZAHL VON LÄDEN, DIE BERICHTETEN, MEHR ALS 100 KUNDEN PRO TAG ZU HABEN, ERHÖHTE SICH SIGNIFIKANT FÜR RESTAURANTS, BARS UND EINZELHANDELSGESCHÄFTE, SAMSTAGS UND UNTER DER WOCHE.

Radwege statt Parkplätze – und schon steigt der Umsatz anliegender Läden, welt.de

Wenige Hindernisse

Zwischen uns und all diesen Vorteilen für die Menschen und Kommunen stehen nur wenige Hindernisse:
Die deutsche Autopolitik, die lästige deutsche Verwaltung und der Wille wirklich etwas verändern zu wollen.

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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