Autofahrer sehen nicht hin: Neue Ampel wird ignoriert

Nach dem „nur“ anderthalb Jahre nach dem tödlichen Unfall Nauener Straße/Brunsbüttler Damm eine neue Ampel installiert wurde, ignorieren die Autofahrenden sie einfach und gefährden weiter Menschen!

Übersehen?

Schon des öfteren haben wir thematisiert, das „übersehen“ nur ein anderes Wort für „gar nicht hingeguckt“ ist.

Wer das noch einmal bestätigt sehen will, sollte die Kreuzung Nauener Straße Ecke Brunsbüttler Damm besuchen und findet dort einmal mehr diesen Eindruck bestätigt:

Nachdem die Senatsverkehrsverwaltung im „Blitztempo“ schon eineinhalb Jahre nach dem Tod des acht Jahre alten Constantin, der bei grün dort von einem LKW überfahren worden war, eine neu Ampel inklusive neuer Schaltung installiert hat, interessiert es offenbar nicht jeden Autofahrenden, was sie denn anzeigt.

Die Senatsverkehrsverwaltung bestätigt auf Nachfrage, dass es seit Ende Dezember bereits Kontrollen an der Einmündung gegeben habe. Bei den Verkehrsteilnehmern scheine der Unterschied zwischen der früheren Ampelschaltung und der neuen „nicht umfänglich realisiert worden zu sein“, räumt eine Sprecherin ein.

Nach tödlichem Unfall: Neue Ampel bereitet noch Probleme, Berliner Morgenpost

Wieder das Problem: Autofahrende

Das Problem liegt aber nicht, wie auch der Titel des Berichtes in der Berliner Morgenpost suggeriert, bei der neuen Ampel und ihrer Schaltung, sondern einzig und alleine bei den Verkehrsteilnehmern, die diese schlicht ignorieren.

Es gibt jetzt eben getrennte Ampelphasen für Radfahrende und Abbieger, letztere orientieren sich aber offenbar nur an irgendeinem grün, offenbar jenem, welches man oberhalb des Randes seines Smartphones so eben noch wahrnimmt…

Sie befassen sich nicht mit der aktuellen Verkehrsituation sondern reagieren nach dem Muster „das war doch seit 20 Jahren so“.

Weiterer Ausbau der Ampelanlage

Die Senatsverwaltung hat inzwischen beschlossen die Ampelanlage dort noch weiter aus- und umzugestalten um Fußgänger und Radfahrer besser schützen zu können und selbstverständlich ist das auch gut so!

Dennoch bleibt unsereinem ein schaler Geschmack im Hals zurück, wenn man weiß, dass diese ganzen Ausgaben nur deshalb notwendig sind, weil Autofahrende offenbar alles andere machen als aufmerksam dem Verkehrsgeschehen zu folgen.

Solche Kosten sind ebenfalls Kosten der Mobilitätsart „Auto“ die durch keine KFZ-Steuer oder Mineralölsteuer gedeckt wird.
Wir alle müssen zahlen um uns vor ein paar unfähigen autofahrern zu schützen!

Terrorabwehr im Autoverkehr sozusagen.

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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