E-Scooter? Mehr Fahrradparkplätze braucht die Stadt!

E-Scooter vom Gehweg zu entfernen und auf gesonderte Parkplätze zu verbannen ist eine gute Idee.
Aber wo schließt man vor dem Kino sein Fahrrad an?

Immer der gleiche Gedanke

Als ich mich kürzlich auf den Weg zu einer Kinoverabredung machte, dachte ich beim Losfahren: Wo wirst du bloß parken? Ich war darüber sehr verdrossen. Denn ich wollte nicht mit dem Auto los, sondern mit dem Fahrrad.

Wieso die Stadt mehr Fahrradparkplätze braucht, Tagesspiegel

Auch unsereins hat des öfteren schon mal den ÖPNV gewählt, weil man vorab nicht sicher wusste, ob man da überhaupt irgendwo sein Fahrrad anschließen kann.
Zuletzt ausgerechnet beim Besuch des Futuriums in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs.

Gerade dort hätte man sowas wohl erwartet, aber der Berliner Hauptbahnhof und die Gegend ihn herum ist eben nicht der von Bahnhof von Utrecht und so war uns die Tram lieber:

Gerade in der Mitte Berlins gibt es nur nach Zufallsprinzip überhaupt ein paar versteckte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, die dem eigentlichen Bedarf aber nicht einmal nahe kommen.

Die Mall of Berlin rühmt sich gar auf ihrer Internetseite über Abstellmöglichkeiten, die nicht mal zur Mall gehören und nur zufällig überhaupt im Bereich der Mall stehen.

E-Scooter vom Gehweg

Die grundätzliche Idee, die E-Scooter vom Gehweg zu verbannen ist eine gut Idee.

Nur kann man dabei gleich rechts und Links eines Scooter-Parkplatzes auf der Straße auch gleich weitere Parkplätze zu Gunsten von Rad-Parkanlagen umbauen, die genau da, wo Scooter in Haufen rumstehen, ebenso gebraucht werden.

Klar ist, es wird wieder voll werden auf den Straßen. Bilder von kreuz und quer abgestellten E-Scooter-Massen, die die Gehwege versperren, wollen Senat, Bezirke aber auch die Anbieter verhindern. Das Abstellen der Kleinfahrzeuge soll in geordnete Bahnen gelenkt werden. Dafür hat das Haus von Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) im November Regelpläne erlassen, wie Parkplätze für E-Scooter gestaltet sein müssen. Der Senat schaffte damit für die Bezirke die Möglichkeit, Kfz-Stellflächen in Parkzonen für Tretroller und Fahrräder umzuwandeln.

Autos müssen in Berlin E-Scootern weichen, Berliner Morgenpost

Dafür gibt es ja schließlich auch einen Regelplan!

Auch Malls und Kaufhäuser könnten verpflichtet werden einen bestimmten Anteil an Parkhaus-Parkplätzen zu Fahrradabstellanlagen umzuwandeln, wenn draußen nicht genügend Bügel vorgehalten werden können.

An Hauptverkehrsstraßen könnten, wie etwa in Kopenhagen oft zu sehen, die ersten Parkplätze von Nebenstraßen direkt an der Ecke zu Rad-Abstellanlagen umgebaut werden, dann findet man buchstäblich an jeder Ecke eine Möglichkeit zum Abstellen.
Wir Radfahrer sind ja nicht so fußfaul wie die Motorisierten aus dem anderen Individualverkehr…

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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