Fahrrad-Frühling: Autofrei, Umbau, Korrektur

Es tut sich was im Berliner Fahrrad-Frühling: Da wird um die autofreie Friedrichstraße gestritten, die Verwaltung reagiert an der Oberbaumbrücke und Parkplätze verschwinden an der Schönhauser. Hoffentlich.

Oberbaumbrücke

Gegen die dem Berliner Mobilitätsgesetz widersprechende Konstruktion des Radweges auf der Oberbaumbrücke gab es ja ein Klage auf Abhilfe, auf die inzwischen durchaus positiv reagier wurde:

Die Aussicht auf breite, gesicherte Radwege darf einen dann schon positiv stimmen, allerdings wird es bis zum befriedigenden Endzustand noch etwas Zeit brauchen, denn die BVG muss das U-Bahn-Viadukt sanieren.

Das wird zwischendurch nochmals eine temporäre Änderung der Verkehrsführung auf der Brücke verursachen, damit die Ersatzbusse für die U-Bahn nicht im Stau stecken bleiben.

Dafür könnte die Brücke sogar für den Autoverkehr zur Einbahnstraße werden, flankiert von einem geschützten Radstreifen und einer Spur für die Busse.

Schönhauser Allee

Wir werden die Schönhauser Allee deutlich verbessern. Die infraVelo plant mit dem Bezirk eine Radspur im Abschnitt Eberswalder Straße und Stargarder Straße in beiden Richtungen, vielleicht auch noch bis zur Wichertstraße.

Verkehrsstaatsekretär Ingmar Streese

Entstehen sollen noch 2020 anstelle der bisherigen Parkspur die für eine Hauptstraße vorgesehenen Radstreifen mit Schutz durch Leitboys.

Das „vielleicht“ beim Ausbau bis zur Wichertstraße steht dafür, dass ja die Brücke am S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee in den nächsten Jahren komplett saniert werden muss, so dass man die letzten paar Meter zur Wichertstraße unter Umständen erst nach der Sanierung hinzufügt.

Hauptsache man hat bei der Planung der Brücke dann nicht die passenden Fahrradwege vergessen…
Das ist auf jeden Fall ein gewaltiger Fortschritt, so er denn kommt, denn die Rad-Infrastruktur auf der Schönhauser ist definitv viel zu klein für die große Zahl der Radfahrenden.

Friedrichstraße

Der Verein „Die Mitte“ in dem sich die gewerbetreibenden Anrainer der Friedrichstraße organisiert haben, ist wenig amüsiert darüber, dass die Verwaltung ihnen nun ein Konzept überstülpt mit dem sie nun leben sollen.

Allerdings hatte der Verein mit Schlagworten wie „Tempo 30“ oder „Einschränkungen des LKW-Verkehrs“ bislang auch wenig kreative Ideen präsentiert um ihre eigne Lage zu verbessern und so verstehe ich es auch, wenn der Bezirksbürgermeister „keine Lust auf das Kasperletheater hat“ und insistiert, dass es eben nicht ausschließlich seine Aufgabe sei, die Geschäfte in der Straße am Leben zu erhalten.

Er habe, so Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel, in Mitte noch andere Straßen, um die er sich kümmern müsse, etwa die Müller- und Badstraße.

Ich gebe ihm damit durchaus Recht denn etwa ein Handeln wie von den Gewerbetreibenden der City-West, habe ich hier noch nicht vernommen.

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister





%d Bloggern gefällt das: