Verkehr und Virus

Das Radfahren bleibt eine gesunde Option. Der ÖPNV bleibt uns erhalten und zu Fuß gehen darf man auch noch.

ÖPNV in der Stadt stabil

Entgegen allen Unkenrufen und panischen Vermutungen bleibt der ÖPNV in Berlin zunächst stabil erhalten,

Nachdem nun Schulen und öffentliche Einrichtungen sowie das öffentliche Leben auf das wesentliche beschränkt sind, kann man jedoch überlegen z.B. etwa die morgendlichen „Verstärker-Busse“ die zusätzlich fahren vorläufig aus dem Fahrplan zu entfernen.

Natürlich sollte man den ÖPNV auch verantwortungsvoll benutzen und nicht ohne Not die zwei Haltestellen zum Supermarkt fahren, sondern prüfen in wie weit man selbst eine andere Verkehrsmittelwahl treffen kann.

Solche kurze Strecken kann man gut auch zu Fuß oder mit dem Rad überwinden, um den Menschen, die nicht gut zu Fuß sind oder aus anderen gesundheitlichen Gründen darauf angewiesen sind, den Platz im ÖPNV zu verschaffen, ohne sie durch unnötige Enge wieder zusätzlich in Gefahr zu bringen.

Da ist Solidarität von uns allen gefragt, die den meisten, wie etwa Hamsterkäufe bei Klopapier zeigen, abhanden gekommen zu sein scheint!

Radfahren oder zu Fuß gehen

Die durchschnittlich zurückgelegte Strecke in der Stadt beträgt 5,9 km, berichtet die BZ-Berlin, die nun wahrlich nicht als fahrradfreundliche Zeitung aus dem Springer-Imperium bekannt ist.

Da Berlin nicht in den Alpen liegt, ist das eine Strecke, die die meisten Menschen der Stadt problemlos auch mit dem Rad überwinden können, selbst wenn sie, dank Autonutzung, sonst nur einmal im Jahr Rad fahren (oder gucken ob es noch im Keller steht).
Und nein, man transportiert nicht täglich Getränkekisten, schwerbehinderte Verwandte oder Waschmaschinen privat durch die Gegend!

Radfahren ist nach wie vor gesund, weil es an der frischen Luft betrieben wird und man auf diesem Verkehrsmittel auch leicht Abstand zu anderen Radfahrenden halten kann, so dass eine Ansteckungsgefahr hier weit weniger relevant ist als wenn der Beifahrer in der geschlossenen Autoumfeld niest.

Die Bewegung fördert das gerade jetzt wichtige Immunsystem und wirkt isch auch allgemeinen positiv auf die Gesundheit des Einzelnen aus.

All diese Argumente gelten 1:1 auch für jeden Fußweg, der somit auch weiterhin jederzeit empfehlenswert bleibt, sofern man dabei Menschenansammlungen meidet.

Autofahren nicht gesünder

Grundsätzlich ist Autofahren nicht gesünder als die vorweg genannten Verkehrsarten, aber immerhin besser als das Ansteckungsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Dennoch leben viele Autofahrende ungesünder, weil ihnen täglich Bewegung fehlt, die derzeit nicht im Fitness-Club wieder aufgeholt werden kann.
Hier könnte man also lokale Bewegungen vielleicht mal auf das Rad verlegen um in Bewegung zu bleiben.

Kulanz bei der Bahn

Den Fernverkehr sollte man derzeit ohnehin nur nach reiflicher Überlegung benutzen, den Fernverkehr fördert grundsätzlich eine Ausbreitung.

Es ist schon schlimm genug, das Autofahrende unkontrolliert durch die Landschaft brausen können!

Die Bahn gibt daher derzeit allen Kunden, auch denen mit Sparpreistickets, die Möglichkeit gekaufte Ticktes zu stornieren oder umzubuchen.
Mehr Infos dazu gibt es auf der Informationsseite der Deutschen Bahn.

Gleiches Risiko

Auch mit dem Auto, wie mit jeder anderen Verkehrsart, fährt man aber immer in ein Ansteckungsrisiko hinein, den ganz gleich ob ich „nur“ zum Supermarkt fahre oder zur Arbeit oder zu Tante Erna:
Ich mag die Leute, die mich am Ziel erwarten vielleicht sogar kennen, kenne aber keinesfalls ihren aktuellen Gesundheitsstatus und begebe mich damit in eine Risikozone.

Wir alle sind also aufgefordert, unsere Mobilität zu überdenken und wirtschaftliche wie soziale Kontakte im Sinne der Vermeidung von Ansteckungsrisiken zu überdenken und z.B. Einkäufe zu planen um unnütze Besuche im Supermarkt zu minimieren.

Der Waldspaziergang oder die Radtour um den See kann aber trotzdem stattfinden.

Gelassen bleiben

Wie bei vielen anderen Ereignissen im Leben gilt aber auch hier:
Bleibt bitte ruhig und gelassen, denn in de Ruhe liegt letztlich auch die Kraft zur Bewältigung anstehender Probleme!

Bitte lest News zu den aktuellen Ereignissen im Original, z.B, im unten verlinkten Newsblog des Tagesspiegels, verlasst euch nicht auf Hörensagen oder Facebook-Posts o.ä.!

Bitte lest sie auch zu Ende und springt nicht nach einem Halbsatz auf und rennt panisch umher! Manchmal hilft auch zweimal lesen.

Nutzt öffentlichen Rundfunk und Fernsehen!

Achtung!

Dieser Artikel spiegelt ebenfalls nur den Wissenstand zum Zeitpunkt seiner Erstellung wider.
Deshalb ist es wichtig derzeit über die Medien informiert zu bleiben.

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister





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