Friedrichstraße: Ausrede Coronakrise

Die Coronakrise dient dem Handelsverband nun schon als Ausrede seine eigene Ideenlosigkeit in Sachen Friedrichstraße zu verschleiern und jede Neuerung abzulehnen.

Krise älter als Corona

Es wird eine Zeit brauchen, bis die Straße nach Corona wieder aus dem Krisen-Modus findet. Da sollte man den Händlern nicht noch durch eingeschränkte Erreichbarkeit das Leben zusätzlich schwer machen.

Nils Busch-Petersen, Geschäftsführer Handelsverband Berlin-Brandenburg

Um es einmal festzuhalten:
Die Friedrichstraße kriselte schon weit vor der Coronakrise und das bisherige „weiter so“ im Konzept hat nur dazu geführt, das noch mehr Geschäfte schließen mussten oder die Friedrichstraße schlicht verlassen haben, weil der Umsatz nicht stimmte.

Es ging also nix voran dort, die Lage war und ist dort einfach mau.

Damit man aber nach der Krise wieder mächtig Umsatz machen könne, möchte man lieber weiter wursteln, als was neues ausprobieren:

Die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz muss jetzt Vorrang haben vor Verkehrsuntersuchungen, deren Auswirkungen auf den Handel völlig ungewiss sind .

Jörg Nolte, IHK-Geschäftsführer für Wirtschaft und Politik

Darüber hinaus fordert dieses Bündnis aus IHK Berlin, dem Handelsverband Berlin-Brandenburg, der Dehoga und des Vereins „Die Mitte“ das man den Feldversuch doch mit einem Konzept hinterlegen solle, welches die Aufenthaltsqualität in der Friedrichstraße verbessere.

Vorschläge auf den Tisch!

Einzelhändler und Hotels könnten zusätzlich zu den aktuellen Krisenlasten ein solches Experiment nicht verkraften. Deswegen soll alles so werden, wie es mal war. Mit Autoverkehr, engen Bürgersteigen, null Aufenthaltsqualität. Oder waren Sie irgendwann vor der Krise mal auf der Friedrichstraße bummeln?

Die Friedrichstraße braucht frische Ideen, Berliner Morgenpost

Die Vorschläge der Stadt liegen ja bereits auf dem Tisch in Form des geplanten Versuchs der Sperrung und der Messung der Effekte.

Wir warten also dann immer noch auf die Gegenvorschläge aus dem Bündnis… ein schlichtes „Nein“ reicht da nicht.

Hilfe einstellen?

Man kann angesichts des Widerwillens der Anlieger aber eigentlich auch einfach jede Hilfe einstellen:

Bauen wir doch einfach die Glinka- und/oder Charlottenstraße zu autofreien Straßen um!
Die laufen parallel und der Verkehr, der dort nicht mehr durch darf, kann ja dann über die Friedrichstraße fahren…

Da haben dann alle was sie wollen… 😉

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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