Gleimtunnel: Warum müssen da wieder Autos fahren?

Über 15 Monate hat kein Autofahrer den Gleimtunnel benutzt oder gar vermisst. Längst haben sich alle daran gewöhnt das er zu ist. Warum musste man den überhaupt wieder für Autos frei geben?

Sperrung für Baustelle

Ursprünglich wurde der Gleimtunnel nur zur Hälfte für den Durchgangsverkehr gesperrt, also in eine Einbahnstraße verwandelt· damit die Wasserbetriebe dort notwendige Sanierungsarbeiten vornehmen konnten.

Doch Autofahrende haben das geflissentlich ignoriert und sind weiterhin aus beiden Richtungen durch den Tunnel gefahren.
Mir ist allerdings nicht bekannt, obdas für die Geisterfahrer auch zu persönlichen Konsequenzen führte, aber es führte eben zu der Konsequenz die Durchfahrt für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer aus Sicherheitsgründen zu sperren.

Einmal mehr haben also regeluntreue Egoisten damit allen den Spaß verdorben und sind sich wahrscheinlich auch heute noch keiner Schuld bewusst.

Keine Verelendung spürbar

Es ist auf beiden Seiten des Tunnels durch die Sperrung auch aus meiner Sicht zu keinerlei Verelendung , humanitären Katastrophen oder Nahrungsmittelknappheit gekommen, die es geboten erscheinen ließen, dass die Straße für den Lieferverkehr unbedingt geöffnet werden müsse.

Warum also muss man erst noch beweisen, dass die Verbindung für Autofahrende nach 15 Monaten total unwichtig geworden ist?

Warum soll da Lieferverkehr durchfahren selbst wenn es dann doch eine Fahrradstraße wird und die doch bislang auch drumherum gefahren sind?

Gesetzliche Ungerechtigkeit

Es ist in Deutschland eine gesetzlich zementierte Ungerechtigkeit, dass man dem Autoverkehr derartig viel Vorschub leistet und erst beweisen muss, dass eine Straße für diesen nicht von Bedeutung ist!

Nicht nur, das der motorisierte Verkehr das Straßenland erfolgreich allen anderen geraubt hat, jetzt muss man als Stadt auch noch beweisen, dass der Räuber das Land nicht genug nutzt bevor man es zurück haben darf!

Mehr Kopenhagen wagen

Woanders kann man das auch ohne irgendwelche Zählungen machen, da stellt man einfach fest, das man die Straße in der Bauzeit offenbar nicht vermisst hat und macht einen Radweg daraus:

Natürlich sollte man immer nach Recht und Gesetz vorgehen, doch dann sind unsere Gesetze an diesem Punkt noch nicht perfekt:
Der Gleimtunnel war in seiner „Baupause“ völlig aus der Liste der Verkehrs-Brennpunkte gerückt.

Jetzt muss man ihn erst wieder zu einem Brennpunkt machen, monatelang zählen, dann genau so lange hitzige Debatten führen und irgendwann gibt es dann ein Ergebnis mit dem niemand so richtig glücklich wird.

Dazu höre ich dann schon CDU, FDP und andere rufen, dass eine Verkehrszählung in Corona-Zeiten ja nur ein falsches Bild liefern könne, da es ja gar nicht genug Autofahrende auf den Straßen gäbe… 🤦‍♂️

Das zeigt uns dann wieder den Weg in die Unendlichkeit der Zeit an, bis dort wieder für denselben Zustand gesorgt wird wi noch vor ein paar Tagen!

Liebe Versorgungsbetriebe der Stad: Gibt es nicht noch irgendwas, was ihr schon immer in einer Grube durch den Gleimtunnel bauen wolltet?

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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