E-Bike: Was muss ich beim Kauf beachten?

Nachdem viele sich auf ihren Kellerfunden durch die Osterfeiertage geschnauft haben, dürfte bei so manchem der Wunsch nach mehr aufgekommen sein.

E-Bike/Pedelec

Umgangssprachlich ist ja alles mit Motor ein E-Bike, doch eigentlich bezeichnet das E-Bike ein Rad mit Unterstützung bis 45 km/h, dem dann die wesentlichen Vorteile des Rades entfallen:
Man darf damit weder durch den Park noch auf den Radweg.

Für eine Stadt wie Berlin also ein eher ungeeignetes Verkehrsmittel und so sind auch die einzigen Begegnungen mit diesen Fahrzeugen genau jene auf Radwegen und in Parks, wo sie nicht hin gehören…

Pedelec dagegen bezeichnet ein Fahrrad mit E-Unterstützung bis 25 km/h für welches es keines Nummernschildes bedarf und auf das jeder sofort umsteigen kann.

In die Pedale treten muss man allerdings bei beiden Rädern noch.

Einfach rauf aufs Pedelec?

Der geübte Radler kann sicherlich einfach so auf ein Pedelec umsteigen, er wird es nach ein paar hundert Metern genießen.

Wer allerdings zu den sogenannten „Auch-Mal-Radlern“ gehört, die, überspitzt formuliert, zwei mal im Jahr im Urlaub am Strand Rad fahren oder mit dem Rad auf dem Auto zu einer Tour rund um den XY-See aufbrechen, sollte sich mit dem Rad zuerst vertraut machen.

Am besten kann man das auf den am Wochenende leeren Supermarkt-Parkplätzen, auf denen man sich mal mit der Beschleunigung und den Scheibenbremsen eines Pedelecs ausprobieren sollte, bevor man sich in den Verkehr traut.

Gerade jene, die sonst nicht so viel Rad fahren, haben nämlich die Tendenz oft auf sehr hoher Unterstützung zu fahren und das verändert vor allem das Beschleunigungsverhalten deutlich.

Wie weit reicht der Akku?

Salopp gesagt: Je höher der Unterstützungsgrad, desto dichter muss man an der Steckdose bleiben.

Im Berliner Stadtgebiet schafft mein Akku (überwiegend auf „Eco“, der untersten Stufe gefahren) im Sommer bei wenig Wind ca. 120 km.

Im „Winter“ waren es nur etwa 100 km, was zwei natürliche Gründe hat:

  • Die Akkuleistung schrumpft bei Kälte (absolut normal)
  • Es ist allgemein windiger/stürmischer gewesen.

Die Leistung hängt also auch immer von den Umständen ab.

Welcher Antrieb soll es sein?

Für mich war bei der Wahl vor allem entscheidend einen Markenantrieb zu wählen, bei dem ich annehme noch lange Zugriff auf Ersatzteile/Akkus zu haben.

Das ist bei den Billig-Angeboten aus dem Supermarkt nicht immer klar und die momentane COVID19-Krise zeigt uns, das der Warenzufluss aus China schnell mal versiegt.

Durchgesetzt hat sich im allgemeinen der Mittelantrieb, der am Tretlager des Rades erfolgt.

Ob man ein Rad mit Kette oder Riemenantrieb bevorzugt, ist eine Preis- und Geschmacksfrage.
Der Riemenantrieb benötigt zumindest kein Öl und rostet nicht, die Hose bleibt sauber.

Welches Rad soll es sein?

Ob ein Mountainbike oder Tourenrad, darüber muss jeder nach seinem Einsatzzweck selbst entscheiden.
Ein Elektro-Mountainbike nur aus „Prestige-Gründen“ zu fahren ohne damit je aufs Land zu gehen beraubt einen nur der Vorteile eines Pedelecs in der Stadt, mit dem sich nämlich auch die Tranportkapazität bei Einkäufen in geräumigen Taschen erhöht.

Zu dem hat mein Tourenbike mit Gepäckträger und Schutzblechen beim „normalen“ Ausflug aufs Land auch noch nie versagt…

Noch mehr Argumente…

Noch mehr Argumente zum E-Bike-Kauf hat die Zeit in einem durchaus empfehlenswerten Artikel zusammengefasst:

Ebenfalls lesenswert ist das Zeit-Thema rund um Mobilität und E-Bike:

Quellen:

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister





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