Lastenfahrrad oder Anhänger?

Letztlich ist das eine Frage von Zweck und Platz:
Nicht nur für die Last selber, sondern auch bei der Unterbringung des Rades.

Problem Fahrradkeller

Gerade in der Stadt, wo viele Menschen eben in Mietshäusern wohnen, ist das Lastenrad ein Problem:
Oft ist der einzige sichere Abstellplatz der Fahrradkeller.

Das Lastenrad ist zumeist auf Grund seiner Bauart (unabhängig davon ob mit oder ohne Elektroantrieb) länger und eben auch schwerer als das durchschnittliche Fahrrad und somit scheitert man dann schon oft rein physikalisch mit einem Transport in den Keller zum Abstellen.

Sichere Möglichkeiten im Hinterhof und vor der Haustür sind in Berlin aber rar, die vielleicht sogar angemietete Tiefgarage auch nicht sicherer als das Abstellen auf der Straße ohne Anschlagpunkt.

Letztlich war das auch der Grund warum ich mich für ein „normales“ Pedelec entscheiden musste und Lasten weiterhin mit dem Anhänger hinten dran transportiere.

Fahren mit Anhänger

Fahren mit dem Anhänger, ob nun für die Kinder oder den Einkauf, ist an sich unkompliziert und erfordert nur ein wenig der Eingewöhnung:

Ein beladener Anhänger zieht und schiebt natürlich am Zugfahrzeug wenn es bergauf oder bergab geht oder man z.B. bremst.
Das sollte man ruhig einmal vor dem großen Lastentransport auf einem der vielen leeren Supermarkt-Parkplätze probieren.

Es ist aber im allgemeinen total unkompliziert und das scwerste daran ist und bleibt zunächst das Anfahren.
Rollt man, bleibt einem eigentlich nur noch darauf zu achten, das manche Hänger doch breiter sind als das Fahrrad und das man an den Kurven eventuell etwas anders einschlagen muss.

Mit dem Pedelec gibt es dabei keine besonderen Probleme, je nach Bauart von Rad und Kupplung sollte man den Anbau der Kupplung eventuell einen Fachmann erledigen lassen.

Ich selbst habe festgestellt, dass ich mit meinem Pedelec am besten mit dem Anhänger fahre, wenn ich die Einstellung „Tour“ nutze, diese reagiert, nach meinem subjektiven Eindruck, am besten auf die verschiedenen Einflüsse des Anhängers.

Anhängermodelle

Grundsätzlich, wie bei allen Dingen des Konsums, reicht die Bandbreite des Angebot von günstig bis teuer.

Ich selbst nutze einen eher „billigen“ Anhänger, der aber der Anforderung nach z.B. Einkauf und Touren zum Recyclinghof schon seit beinahe 8 Jahren problemlos nachkommt und bislang lediglich mal ein paar neue „Schuhe“ benötigt hat.

Schwedisches Möbelhaus
Besuch in einem schwedischen Möbelhaus, hier noch mit Anhänger am Bio-Bike, Foto: Peter Wendel

Der Anhänger entspricht im wesentlichen dem Modell, welches auch heute noch zu einem sehr günstigen Preis verfügbar ist:

Lastenrad

Natürlich hätte ich durchaus auch lieber in ein Lastenrad investiert, doch das wäre wenig alltagstauglich und ich hätte andauernd Sorge darum, wo ich das Ding abstellen soll.

Es ginge wohl auch über die Zweckgebundenheit hinaus, denn ich fahre ja zumeist eher zur Arbeit und zurück, als jeden Tag Getränkekisten oder Großeinkäufe zu bewegen und da ist dann ein Lastenrad auch nichts anders, als ein leerer Kleinlaster, den man durch die Straßen bewegt.

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

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